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Wappen,

die dem Namen POSSELT zugeschrieben werden.

   Text ist entnommen aus "Supplement til Slaegten Posselt: Anden Hovedlinie. For 1939-1976" von Otto G. Posselt.

                                         Abb. I                                       

Heraldisches Institut, Leipzig, Eduard Seyffert, Leipzig. POSSELT.

Die Stammreihe dieses alten, angesehenen, aus Österreich stammenden Patriziergeschlechtes beginnt im Anfang des 15. Jahrhunderts, ungefähr um das Jahr 1417, wo der Ahnherr Matthias Posselt vorliegendes Wappen erhielt. Er hat mehrere Söhne hinterlassen, von denen Franz Carl im Jahre 1450 in österreichischen Diensten stand. Später haben sich mehrere Linien gebildet, die sich vielfach verzweigt haben. Die Zusammenstellung der Schildzeichen (in der oberen Hälfte 2 silberne Sterne, in der unteren ein schreitender Löwe) und Helmkleinod des Wappens deuten auf Treue, hohen Sinn, edlen Stolz, Besitztum und Tätigkeit. Europ. Wappensammlung Band VII S.200, 3. (Abb. I)

                                                    Abb.II                                     

Trotz der erwähnten Erkenntnis, daß alle drei bisher bekannten Zeichnungen der sogen. "Posselt´s - Wappen" als freie Phantasie betrachtet werden müssen, werden alle auf dieser Beilage abgebildeten mit folgender Erklärung über jede einzelne Zeichnung weitergegeben. Abb. II: ist identisch mit dem Siegelabdruck (Abb.I), eine in 1893 überarbeitete Ausgabe der Abb. IV. Abb. IV: darf als Posselt´s - Wappen von 1417, von dem die Beschreibung des Leipziger Instituts vermeintlich berichtet, betrachtet werden.

                                            Abb.III                           

Abb. III: ist das älteste bekannte Posselt - Wappen v. 1351 aufgezeichnet nach einem Gemälde, das sich verwittert bis 1921 in der Gaststube in "Posselt´s - Keller" in Bad Schmiedeberg im Bezirk Halle befand. Die Zeichnung ist das typische Beispiel für die im vorigen Jahrhundert von dem obengenannten Heraldischen Institut hergestellten Wappenzeichnungen. Die ursprünglich vorgelegenen Zeichnungen der Abb. III und IV waren auf Blechtafeln gemalt, ca. 30 x 40 cm. Beide sind in den chaotischen Zuständen 1945 in Europa verloren gegangen. Ich habe einen begründeten Zweifel ausgesprochen, ob der Zuverlässigkeit der Aussagen des Leipziger Instituts, die später bekräftigt und verstärkt wurden dadurch, daß die genannten Vornamen Matthias und Carl Franz nachgewiesen werden konnten, und daß im Ganzen zwei andere Ausgaben der genannten Wappen äußerlich verschwunden sind. Zeichnungen aller drei Wappendarstellungen werden dort bis zu den Jahren 1351, 1417 und 1893 zurückgeführt. Sie befinden sich auf vorstehenden Abb., wobei zu bemerken ist, daß Abb.II identisch ist mit dem Siegelabdruck, er ist eine 1893 überarbeitete Darstellung der Abb.IV.

                                        Abb. IV                  

An Abb.III aus P. - Keller in Bad Schmiedeberg erinnert sich die deutsch - schwedische Schriftstellerin Charlotte (Ingan) Mittendorf - Wolf, deren Mutter eine geb. POSSELT war. Sie verbrachte in den Ferien einen Teil ihrer Kindheit bei ihren Großeltern dort. Sie berichtet: "Das Wappen sah ich mit Bewußtsein zuerst als Kind von etwa 4 Jahren. Es hing über dem schwarzen Wachstuchsofa im Gastzimmer. Später erfuhr ich dann, daß ein Leipziger Maler es in Öl gemalt hatte". Hier weist eine Spur also auf Leipzig, die den oben erwähnten Zweifel an Zuverlässigkeit verstärken könnte. Das darf so gesehen werden, da sämtliche Zeichnungen und Umstände um den Ursprung in hohem Grade bedenklich sind. Heraldisch kann dem nicht viel beigemessen werden. Beide "alten" Darstellungen sind besonders dilettantische Ausführungen. Daß vor 1351 zweiteilige Wappenschilde auftreten sollten, kommt undenkbar vor. Die naheliegendste Erklärung mag sein, daß diese Zeichnungen zu kommerziellen Zwecken hergestellt wurden. Das war ein sich krankhaft ausbreitendes Phänomen zu Ende des 19. Jahrh. Gleichfalls mag es in diesem Zusammenhang verdächtig vorkommen, daß solche Wappen bei keinem Mitglied d. Geschlechts durch die Zeiten zum Vorschein kommen oder verwendet wurden.

 weitere Wappen:

Familienwappen des Gottfried Posselt aus Durlach

Siegel des Johann August Posselt (dänische Linie) 

Aus Siebmacher: Berufswappen, Band: Ber, Seite: 15, Tafel:18

"Auf dem Grabsteine des Glasers Valentin Possel zu Nürnberg v. 1550 befindet sich der auf Taf. 18 No. 3 abgebildete Schild: über einem Glasbecher ein senkrecht gestellter Löthkolben auf schräggekreuztem Hammer und Kröseleisen."

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